Studie 2004
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Umwelteinstellungen

Im Wesentlichen können wir drei zentrale Tendenzen festhalten:


1. Das Umweltkrisenbewusstsein hat leicht zugenommen: Die Deutschen machen sich wieder größere Sorgen um die Umwelt. Die Mehrheit der Bevölkerung glaubt, dass die Grenzen des Wachstums erreicht sind. Ferner sind 58% der Befragten der Ansicht, dass wir auf eine Umweltkatastrophe zusteuern, wenn wir so weitermachen wie bisher. Zwei Drittel sind beunruhigt, wenn sie daran denken unter welchen Umweltverhältnissen spätere Generationen leben werden.


2. Komplementär zum Anstieg des Umweltkrisenbewusstseins hat sich der in 2002 festgestellte Trend zu einer Einstellung, die man als Entdramatisierung bezeichnen kann, in der aktuellen Umfrage nicht weiter fortgesetzt. Unter Entdramatisierung fassen wir solche Statements, welche die Umweltprobleme als derzeit nicht so sonderlich gravierend darstellen und die Verantwortung vom Einzelnen wegschieben.


3. Auch das Nachhaltigkeitsbewusstsein ist angestiegen. Die Zustimmungsquoten zu den Grundprinzipien der Nachhaltigkeit haben sich im Vergleich zu 2002 jeweils um mehrere Prozentpunkte erhöht. Die Zustimmung ist somit erneut ähnlich hoch wie im Jahr 2000.

 
Projektgruppe:
Prof. Dr. Udo Kuckartz (Projektleiter, Autor) · Dr. Anke Rheingans-Heintze (Autorin) · Thorsten Dresing · Sebastian Berens